Einzeltherapie

Psychotherapeutische Angebote von Filip Pavlinec Waber

Einzeltherapie

Die Grundlage bildet mein systemisches Denken, wodurch ich einen Menschen nie nur als Einzelperson, sondern immer auch eingebettet in seinem Umfeld sehe.

Bei den meisten Störungsbildern arbeite ich mit der achtsamkeitsbasierten Psychotherapie (MSC, ACT). Bei Traumafolgestörungen wende ich EMDR an. Wenn nur einer der Partner zu einer Paartherapie motiviert ist, wende ich Atkinsons Paartherapieansatz PEM in der Einzeltherapie an.

Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie

Die grundlegenden Prinzipien der Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie werden bei Bedarf sowohl in der Paar- als auch in der Einzeltherapie angewendet.

In der achtsamkeitsbasierten Psychotherapie werden zuerst die grundlegenden Fertigkeiten der Emotionsregulation vermittelt und darauf aufbauend kann eine sehr breite Palette von Symptomen und Schwierigkeiten in einer auf die persönlichen Anliegen zugeschnittenen Begleitung angegangen werden.

Der namhafte Hirnforscher Antonio Damasio beschreibt dies Folgendermassen:

„Emotionen werden durch Strukturen produziert, die tief im Gehirn verborgen sind. Als erstes reagiert die winzige, mandelförmige Amygdala auf ein emotionales Ereignis. In Sekundenbruchteilen löst sie eine Serie von Reaktionen im emotionalen Kern des Gehirns aus. Wellen von Nervenimpulsen wandern vom Gehirnstamm in den Körper hinunter und lösen unmittelbar eine viszerale Reaktion (Bauchgefühl) im Körper aus. Die Maschinerie, welche Emotionen erzeugt, arbeitet die meiste Zeit, ohne dass wir überhaupt etwas merken. Unsere Haltung und Gesichtsausdruck ändern sich. Die inneren Organe arbeiten anders, und bereiten den Körper darauf vor, was als nächstes gebraucht wird. Chemische Reaktionen werden erzeugt, von denen wir nie wissen werden, dass sie existieren. All das zusammen erzeugt den emotionalen Zustand. Nach der Erzeugung einer Emotion nimmt man dies nur wenige Millisekunden später bewusst wahr. Der Körper schickt die Signale zurück in eine Gehirnregion, die für bewusstes Denken verantwortlich ist. Dadurch werden wir unserer Emotionen bewusst.“

Emotionen werden also im emotionalen Kern, dem limbischen System, völlig unbewusst produziert und danach als Erregung in den Körper weitergeschickt, wo wir entsprechend angenehme oder unangenehme Körperempfindungen in Bauch, Brust, anderen Bereichen oder dem ganzen Körper wahrnehmen. Die Wahrnehmung dieses „Bauchgefühls“ wird durch andere Nervenzellen dem bewussten Teil unseres Gehirns (Grosshirnrinde, Neocortex) weitergeleitet. Erst jetzt wird die Emotion bewusst wahrgenommen.

Was hat dies mit Stressbewältigung und der Regulation von schwierigen Gefühlen zu tun?

1) Je besser unsere Körperwahrnehmung ist, desto besser wird die Wahrnehmung unserer Emotionen sein. Haben wir eine mangelhafte Körperwahrnehmung, werden wir Stress eher nur dann wahrnehmen, wenn die Anspannung bereits recht stark ist. Haben wir eine gute Körperwahrnehmung, werden wir bereits feine Anspannungen wahrnehmen und können entsprechend früher reagieren und Gegenmassnahmen treffen.

2) Je stärker eine Emotion, umso stärker die körperliche Erregung, die sie begleitet (siehe „Amygdala Alarm“). Wir können dieser physiologischen Komponente der Emotionen nur dann wirksam begegnen, wenn wir unsere Physiologie gut kennen, wenn wir also gut mit unserem Körper verbunden sind.

Dies bedeutet, dass eine gute Körperwahrnehmung eine unabdingbare Voraussetzung für eine wirksame Stressbewältigung und Emotionsregulation ist. Wenn wir besser Klavier spielen wollen, müssen wir uns ans Klavier setzen und immer wieder Klavier spielen. Wollen wir besser Ski fahren, müssen wir immer wieder in die Berge und Ski fahren gehen. Wollen wir unseren Körper besser wahrnehmen, müssen wir immer wieder unseren Körper wahrnehmen.

Der erste Schritt für eine wirksame Stressbewältigung ist ein verbesserter Aufbau der Körperwahrnehmung. Es gibt wohl niemanden, der keinen Nutzen davon haben wird, in Achtsamkeitsübungen die Aufmerksamkeit immer wieder auf die Wahrnehmung des Körpers zu richten.Darauf aufbauend kann dann der Umgang mit schwierigen Emotionen und Gedanken angegangen werden.

Unter Downloads können Sie meine Empfehlung für Achtsamkeitsprogramme herunterladen.

Die ACT geht davon aus, dass Menschen in der Regel nicht bereit sind, unerwünschte Gedanken, belastende Gefühle und schwierige körperliche Zustände zu erleben. Versuchen sie jedoch, diese zu vermeiden, entsteht Leid. Kurzfristig bringt Vermeidung und Verdrängung zwar eine Entlastung, die verdrängten Gedanken und Emotionen drängen aber bald mit noch mehr Druck ins Bewusstsein. Dadurch kann ein Teufelskreis entstehen, der zu Depression, Panik, Sucht, Verzweiflung u.a. führt.

In der ACT werden sowohl Akzeptanz- und Achtsamkeitsstrategien eingesetzt und man lernt zu unterschieden, was man verändern kann und was nicht. Dadurch werden Kräfte für Veränderung mobilisiert, die genutzt werden, um wertbezogenes, engagiertes Handeln aufzubauen.

Das übergeordnete Ziel ist, die psychische Flexibilität zu erhöhen, die für ein wertorientiertes Leben unter ständig wechselnden inneren und äusseren Lebensbedingungen erforderlich ist. Psychische Flexibilität bedeutet, dass eine Person in vollem Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment und je nachdem, was die aktuelle Situation und die selbst gesetzten wertebezogenen Ziele erfordern, ihr Verhalten ändern oder beharrlich beibehalten kann.

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie ist ein neuartiger Behandlungsansatz, der zur sogenannten „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie gerechnet wird. Mit „dritter Welle“ ist gemeint, dass sich hier die Verhaltenstherapie mit dem ihr innewohnenden wissenschaftlichen Anspruch nun auch sehr komplexen Phänomenen des menschlichen Verhaltens nähert. Dazu gehören unter anderem Achtsamkeit, Akzeptanz, Spiritualität und persönliche Werthaltungen.

Die ACT wird in der Schweiz an einer Reihe von Institutionen des Gesundheitswesens eingesetzt, z.B. im Psychiatriezentrum Münsingen, den Universitären Psychiatrischen Klinik Basel, den Psychiatrischen Diensten Interlaken usw.

ACT Acceptance & Commitment Therapy https://dgkv.info/act/

EMDR (Traumatherapie)

Eye Movement Desentization and Reprocessing EMDR („Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen“) ist eine Psychotherapiemethode der Traumatherapie. Mit ihr kann die Verarbeitung von belastenden Erfahrungen wirksam angegangen werden. EMDR ist derzeitig die Therapiemethode mit den eindeutig meisten kontrollierten und unkontrollierten Therapiestudien zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). In der Psychotherapiepraxis wird sie aber nicht nur für die Behandlung von Traumas, sondern von allen belastenden Erinnerungen erfolgreich eingesetzt. So kann Mobbing, ein Arbeitsplatzverlust oder die Trennung einer Paarbeziehung nicht als Trauma im eigentlichen Sinne bezeichnet werden; dennoch können solche Erlebnisse zu ähnlichen Folgen und gleichermassen belastenden Symptomen führen. Zudem spielen bei den meisten psychischen Störungen wie Angststörungen, Depression oder Suchtkrankheiten belastende Erlebnisse eine verursachende, mitverursachende oder aufrechterhaltende Rolle.

Für weitere Informationen über EMDR wenden sie sich bitte an die Homepage von EMDR Schweiz www.emdr-ch.org oder besuchen Sie die Seite des EMDR Institut Schweiz www.emdr-institut.ch.

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Systemische Einzeltherapie

Die Grundlage für die Durchführung von Einzeltherapie gibt mir die Ausbildung zum systemsich integrativen Einzel-, Paar- und Familientherapeut am Institut Kirschenbaum. Die Anliegen der KlientInnen werden eingebettet im gesamten Umfeld, insbesondere der gegenwärtigen Beziehung (bzw. der Gegenwartsfamilie) und der Herkunftsfamilie, gesehen und bearbeitet.

Eine besondere Form der Einzeltherapie ist die Bearbeitung von Paarbeziehungsproblemen im Einzelsetting nach dem Paartherapieansatz „Pragmatic Experiential Method“ von Professor Brent J. Atkinson.

Mit dem „Pragmatic Experiential Method“ können Paarbeziehungsprobleme auch dann wirksam bearbeitet werden, wenn nur einer der Partner zur Therapie motiviert ist. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass sich die Paarbeziehung entweder in Abwesenheit des unmotivierten Partners wesentlich verbessert oder dass der zuerst unmotivierte Partner später ebenfalls in die Paartherapie einsteigt.

Preise

Für mehr Details zu meinen Konditionen wie Abmeldung vor der Sitzung klicken Sie unter Tarife und Konditionen.

Normaltarif

180CHF / Stunde
  • Zu Arbeitszeiten unter der Woche in meinem Praxisraum

Abend/Samstag

200CHF / Stunde
  • Unter der Woche bei Beginn ab 17:30 und am Samstag. (Samtagstermine sind nur ausnahmsweise möglich)

Telefon/Email

180CHF / Stunde
  • Ab einem Aufwand von 5 Minuten

Als Alternative zu persönlichen Gesprächen biete ich auch Therapiesitzungen per Videokonferenz an (Zoom, Hintalkvideo).

Kontakt

Filip Pavlinec Waber
Kilchweg 6
3665 Wattenwil

info@paarinstitut.ch

033 534 02 88

About

Meine Website zu Seminaren zur Paartherapie nach Atkinson für Fachpersonen
www.paarinstitut.ch

Website von Prof. Atkinson, Begründer der Paartherapie PEM
www.thecouplesclinic.com

Links

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